Über 30 Jahre gelebte Menschlichkeit.
Integrationshaus – seit 1995
Jeder Mensch zählt. Im Integrationshaus steht der Mensch mit seiner Geschichte, seinen Stärken und Hoffnungen im Mittelpunkt. Wir begegnen geflüchteten Menschen mit Respekt, Empathie und Offen-heit – denn echte Unter-stützung beginnt mit genauem Hinhören. Gemeinsam schaffen wir Wege für neue Chancen und Selbstbestimmung.
Jeder Mensch verdient Respekt, Wertschätzung und ein offenes Ohr. Im Integrationshaus begegnen wir geflüchteten Menschen und anderen Schutz-suchenden auf Augenhöhe. Ob in der Beratung, Betreuung oder in den Bildungsprojekten – wir begleiten, bestärken und schaffen Räume, in denen Menschen sich gesehen und gehört fühlen. Gemeinsam bauen wir Brücken in ein selbständiges Leben.
Geflüchtete Menschen bringen Hoffnung, Kraft und den Wunsch nach einem Neuanfang mit. Im Integrationshaus unter-stützen wir sie dabei, ihren eigenen Weg zu finden. Ob in der Beratung, Betreuung oder in unseren Bildungsprojekten – wir begleiten Erwachsene, Familien, Kinder und Jugendliche. Unser Ziel ist es, Mut zu machen, eigene Stärken zu erkennen und neue Perspektiven zu eröffnen.
Vergangenes kann nicht ungeschehen gemacht werden, aber der Blick nach vorn ist möglich. Wir begleiten Schutz-suchende auf ihrem Weg, das Erlebte zu verarbeiten, neue Perspektiven zu erkennen und ihre eigene innere Stärke wiederzufinden. Mit fachlicher Unterstützung helfen wir, nicht im Trauma stecken zu bleiben, sondern Schritt für Schritt in eine hoffnungsvolle Zukunft zu gehen.
Ein sicherer Ort, ein warmes Lächeln – das ist es, was Kinder nach Fluchterfahrungen brauchen. Im Integrationshaus kümmern wir uns mit Herz und Professionalität um die Jüngsten, die oft Schreckliches erlebt haben. Egal, ob in der Kinderbetreuung für Kinder von Kursteilnehmerinnen, in der psychologischen Betreuung für die Kinder, die im Integrations-haus leben oder in den sozialpädagogischen Wohn-gemeinschaften.
Fachpublikation "Flüchten Ankommen Bleiben. Solidarische Perspektiven"
Wie gelingt ein solidarisches Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft? Zum 30-jährigen Bestehen widmete sich das Integrationshaus 2025 gemeinsam mit zahlreichen Expert*innen dieser Fragestellung. Mit „Flüchten – Ankommen – Bleiben. Solidarische Perspektiven“ veröffentlichte das Integrationshaus eine pointierte, praxisnahe Fachpublikation, die sich bewusst in aktuelle politische Debatten einmischt. Im Zentrum steht die Forderung nach einem menschenrechtsbasierten Zugang zu Flucht und Migration – in deutlichem Kontrast zur zunehmend restriktiven Linie vieler europäischer Staaten.
Flüchten. Ankommen. Bleiben. Drei Wörter, die wie Kapitel eines Lebens klingen und zugleich politische Zustände beschreiben. Die Fachpublikation des Integrationshauses, erschienen im Residenz Verlag, versammelt Stimmen, die über Grenzen hinausdenken: Wissenschafter*innen, Praktiker*innen, Betroffene.
Fachkonferenz "Flüchten Ankommen Bleiben. Solidarische Perspektiven"
Anlässlich 30 Jahre Integrationshaus fand 2025 außerdem die Fachkonferenz "Flüchten Ankommen Bleiben. Solidarische Perspektiven" im Veranstaltungszentrum Catamaran in Wien statt. Sie machte deutlicher denn je sichtbar, wie sehr Integrationsprozesse unter politischen Einschnitten leiden – obwohl Österreich und Europa zugleich mehr Integration einfordern. Expert*innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik diskutierten, wie Teilhabe und Stabilität dennoch gelingen können. Über 150 Besucher*innen stellten sich eineinhalb Tage dieser Themen im Rahmen von Impulsvorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops.
Open-Air BE A MENSCH in der Arena Wien
Am 25. Juni 2025 verwandelte sich das Gelände der Arena Wien in einen Ort der Musik, Menschlichkeit und gelebten Solidarität. Mit dem Open Air-Konzert feierte das Integrationshaus nicht nur das 30-jährige Bestehen, sondern setzte gemeinsam mit rund 20 prominenten Künstler*innen ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der Konzertabend war ein bewegendes Erlebnis, das Publikum, Künstler*innen und Organisator*innen gleichermaßen berührte. Mit großer musikalischer Vielfalt und künstlerischer Kraft stand der Abend im Zeichen einer klaren Botschaft: Menschlichkeit kennt keine Grenzen.
Unsere Geschichte
Seit über 30 Jahren hilft das Integrationshaus geflüchteten Menschen und anderen Schutzsuchenden in ein selbständiges Leben. Gelebte Menschlichkeit seit 1995.
„Des moch ma!“
1995 startet ein Team aus 12 Mitarbeiter*innen mit der psychosozialen Betreuung. 75 geflüchtete Menschen aus Bosnien haben erstmals nach ihrer Flucht ein eigenes Dach über dem Kopf. Sie ziehen in die ersten Wohneinheiten in der Engerthstraße ein. Noch vor der Eröffnung des Hauses findet der 1. Wiener Flüchtlingsball in den Sophiensälen statt.
UMF-Betreuung startet
Eine Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Geflüchtete (UMF) wird eröffnet. Für die Zeit der Abklärung des weiteren Weges (Clearing) leben die Kinder und Jugendlichen in der Wohngemeinschaft CARAVAN im Integrationshaus.
Neue Standorte im Nordbahnviertel
Die psychosoziale Beratungsstelle bezieht ihren heutigen Standort in der nahegelegenen Schweidlgasse. 15 Wohnungen werden von der Genossenschaft MIGRA zur Vermittlung an geflüchtete Menschen dem Integrationshaus übergeben. Außerdem eröffnet eine weitere sozialpädagogische Wohngemeinschaft, die einewelt-wg. Die Kabarettgala LACHEN HILFT siedelt nach 10 Jahren vom Volkstheater in den Stadtsaal um.
25 Jahre Integrationshaus und die COVID-Pandemie
Im Jubiläumsjahr erscheint der Monitoringbericht „Flüchten – Ankommen – Bleiben!?“ mit Expert*innenbeiträgen aus dem Integrationshaus. Alle weiteren Feierlichkeiten mussten abgesagt werden. Die Pandemie zwingt die gesamte Organisation zu Riesenschritten in der Digitalisierung, um die professionelle Beratung und Betreuung aufrecht erhalten zu können.
Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Schenken Sie geflüchteten Menschen im Integrationshaus Hoffnung auf eine sichere Zukunft.
